Und Action! Im vierten Teil von AIDA bringen Sie Ihr Publikum dazu, selbst aktiv zu werden. Wie Sie das machen? Kommt jetzt.

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Was bisher geschah …

In den ersten drei Schritten haben Sie:

  • das Publikum mit Attention neugierig gemacht.
  • bei Interest erklärt, worum es geht.
  • durch Desire dem Publikum vermittelt, warum das Thema wichtig ist.

Und Action!

Jetzt kommt das zweite A von AIDA. Und das steht für Action oder Handlung. Ihr Publikum fragt sich, nachdem es Ihnen bis hierhin zugehört hat: “Was soll ich jetzt tun?” Diese Frage beantworten Sie zum Ende Ihres Vortrags.

Klassische Handlungsaufforderungen am Ende von AIDA sind zum Beispiel:

“Bitte begrüßen Sie mit einem herzlichen Applaus: Otto Maier!”

Oder:

“Bitte nehmen Sie jetzt die Unterlagen zur Hand, die auf Ihren Plätzen bereit liegen. Wir beginnen auf Seite 4.”

Oder im Radio:

“Rufen Sie jetzt an auf der kostenlosen Studiohotline!”

Bei diesen Beispielen sagen Sie ganz konkret, was Ihr Publikum jetzt tun soll.

Indirekter Appell

Sie können Ihre Zuhörer auch indirekt oder implizit zu einer Handlung auffordern. Zum Beispiel so:

“Mehr zu diesem Thema: jetzt im Grußwort von Frau Prof. Müller.”

Hier haben Sie keinen direkten Appell, sagen aber implizit: Klatschen Sie jetzt für Frau Müller!

Als Fernsehmoderatorin entscheide ich mich häufig für Formulierungen wie diese:

“Wir haben uns gefragt, ob das auch anders geht. Und ein interessantes Bespiel gefunden.”

Die Handlungsaufforderung hier: Passen Sie jetzt gut auf! Hören Sie hin, schauen Sie zu, schalten Sie nicht ab!

AIDA komplett

Schauen wir uns jetzt noch ein kurzes, knappes Beispiel für AIDA von A bis A an. Dafür nehme ich meine Einleitung dieser Folge bzw. des Artikels, den Sie gerade lesen.

Als erstes habe ich als Attention gesagt:

“Und Action!”

Dann Interest:

“Im vierten Teil von AIDA bringen Sie Ihr Publikum dazu, selbst aktiv zu werden.”

Desire:

“Wie Sie das machen?”

Und Action:

“Kommt jetzt.”

Das ist eine extrem knappe Version von AIDA. In den meisten Fällen bietet es sich an, mehr zu sagen. Dehnen Sie die einzelnen Bereiche nach Belieben aus.

Struktur für alles und alles

Nach der AIDA-Struktur können Sie einzelne Moderationen aufbauen, Grußworte und ganze Vorträge. Jedes Mal, wenn Sie wieder auf die Bühne kommen, beginnen Sie bei Attention und hangeln sich dann am Modell entlang. Immer, wenn Sie die Bühne verlassen, haben Sie vorher klar gemacht, welche Action folgen soll.

Bei einer längeren Rede können Sie AIDA als Gesamtstruktur nutzen und auch die einzelnen Unterpunkte jeweils nach AIDA aufbauen. Dadurch erreichen Sie eine hohe Lebendigkeit und halten das Interesse des Publikums wach.

Die Bereiche I und D vermischen sich durchaus mal, das ist völlig in Ordnung.

Wichtig sind: ein klarer Einstieg. Alles Wissenswerte mit persönlichem Bezug zum Publikum im Mittelteil. Und ein klares Ende.

Ich nutze AIDA für fast jede Moderation. Und wenn Sie möchten, dürfen Sie das jetzt auch. Viel Spaß damit!

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